Nach einem entschieden kalten und regnerischen Herbst und einem strengen Winter mit kräftigen Niederschlägen trieben die Reben mit gemessen am Durchschnitt der Vorjahre leichter Verspätung aus. Auch im Frühjahr gab es Regenfälle, die jedoch die Regularität der Bildung und des Wachstums der Trauben nicht beeinträchtigten. In der zweiten Julihälfte wurden sehr hohe Temperaturen erreicht, aber im August gab es einen erneuten Wetterumschwung mit häufigem Regen und unterdurchschnittlichen Temperaturen. Hervorragende Wetterbedingungen im September und Oktober begünstigten eine perfekte Reife der Beeren und ermöglichten eine in qualitativer wie quantitativer Hinsicht positive Lese mit Beeren von höchstem Niveau. Die Lese von Sangiovese endete in der ersten Oktoberwoche, die von Cabernet in der zweiten.
Die klimatischen Bedingungen in der Lesezeit sicherten die Lese von Beeren absoluter Qualität. Dennoch wurde der Selektion im Weinberg große Aufmerksamkeit gewidmet, um nur perfekte Trauben in die Kellerei zu bringen. Wie immer wurden die Phasen der Gärung und Extraktion mit großer Sorgfalt gesteuert, indem Délestagen und Remontagen zur Bewahrung der rebsortentypischen Aromen und des hohen Gehalts an Farbstoffen in den Beeren durchgeführt wurden. Für alle drei Varietäten erfolgte die Gärung bei Durchschnittstemperaturen von 27° C und ohne jemals 31° C zu überschreiten, um das Bouquet und die Typizität der Frucht zu bewahren. Von Beginn an zeigten die Moste bemerkenswerte Komplexität, aber besonders im Fall des Sangiovese ließ die ausgeprägte varietale Typizität in Duft, Eleganz und Farbe einen Jahrgang von bedeutendem Potential erahnen. Nach dem Abstich, der nach Abschluss der alkoholischen Gärung erfolgte, wurden die Weine in neue Barriques gegeben, in denen sie bis zum Ende des Jahres die malolaktische Gärung durchliefen. Anschließend wurden sie assembliert und reiften etwa 12 Monate in Barriques, bis sie travasiert und nach aufmerksamer Verkostung, Barrique für Barrique, in Flaschen abgefüllt wurden. In den Handel kam der Wein nach einem weiteren Jahr der Verfeinerung in der Flasche.
Tignanello wird ausschließlich aus dem Rebgut des gleichnamigen Weinbergs erzeugt, der bei der Tenuta Tignanello liegt und 77 ha Rebflächen in südwestlicher Ausrichtung in Quoten zwischen 350 und 400 m umfasst. Die Böden sind kalkhaltig mit Tuffelementen. Tignanello war der erste in Barriques ausgebaute Sangiovese, der erste moderne, mit nicht traditionellen Rebsorten wie Cabernet assemblierte Rotwein und einer der ersten Rotweine des Chiantis ohne die Nutzung weißer Varietäten. Unter der ursprünglichen Bezeichnung "Chianti Classico Riserva vigneto Tignanello" wurde er erstmals mit dem Jahrgang 1970 von einem einzigen Weinberg erzeugt; er enthielt damals 20% Canaiolo und 5% Trebbiano und Malvasia und wurde in kleinen Eichenfässern ausgebaut. Mit dem Jahrgang 1971 wurde er Vino da Tavola Toscana und nannte sich Tignanello, und ab dem Jahrgang 1975 wurden die weißen Rebsorten völlig eliminiert. Seit 1982 wurde die Zusammensetzung nicht mehr verändert. Tignanello wird nur in den besten Jahrgängen produziert; er wurde nicht erzeugt in den Jahren 1972, 1973,1974, 1976, 1984, 1992 und 2002.
Bei Einführung in den Handel präsentiert sich Tignanello 2006 in sehr intensiver rubinroter Farbe und mit duftenden Noten von reifer roter Frucht und Gewürz, die sich schön ausbalanciert an der Nase entfalten. Am Gaumen ist der Wein reich, voll und rund, im richtigen Maße dicht, so dass die große Eleganz, die ihn auszeichnet, und seine Komplexität nicht verdeckt werden. Ein kraftvoller Wein, aber fein und sehr angenehm zu trinken, mit guter Persistenz und einem Nachgeschmack reich an Schokolade- und Zitrusnoten. Die Tannine, süß und samtig, sind sehr präsent und gewährleisten zusammen mit dem gut ausgewogenen Säuregrad die Langlebigkeit des Tignanello.
Nach einem entschieden kalten und regnerischen Herbst und einem strengen Winter mit kräftigen Niederschlägen trieben die Reben mit gemessen am Durchschnitt der Vorjahre leichter Verspätung aus. Auch im Frühjahr gab es Regenfälle, die jedoch die Regularität der Bildung und des Wachstums der Trauben nicht beeinträchtigten. In der zweiten Julihälfte wurden sehr hohe Temperaturen erreicht, aber im August gab es einen erneuten Wetterumschwung mit häufigem Regen und unterdurchschnittlichen Temperaturen. Hervorragende Wetterbedingungen im September und Oktober begünstigten eine perfekte Reife der Beeren und ermöglichten eine in qualitativer wie quantitativer Hinsicht positive Lese mit Beeren von höchstem Niveau. Die Lese von Sangiovese endete in der ersten Oktoberwoche, die von Cabernet in der zweiten.
Man schrieb das Jahr 1928, als Niccolò Antinori, Vater von Piero Antinori, beschloss, diesem Wein den Namen der Villa der Familie zu geben, damit er seine persönliche Interpretation der Chianti- und Toskana-Identität repräsentiert.
Der Villa Antinori ist der Symbolwein des Hauses Antinori, ein historisches Etikett der Toskana in zeitgenössischem Stil. “Er heißt Villa Antinori. Ein Roter von toskanischem Blut […], gepflanzt, gereift und gelesen auf unseren Weinbergen der toskanischen Güter und anschließend vinifiziert und gealtert im Hause Antinori." Zitat Piero Antinori
Die Zeichnung auf dem Etikett mit der Darstellung der Villa del Cigliano symbolisiert das Konzept des Hauses, des Territoriums, der Toskana. “Die Franzosen haben die Chateaux? Nun, wir haben unsere Villen!”, so begründete Niccolò Antinori scherzhaft die Wahl der Illustration, die für die damalige Zeit innovativ war.
Der Name ehrt die Monaldeschi della Cervara, eine historische Familie, die im 16. Jahrhundert Eigentümerin des Castello della Sala war.
Der Name des Weinbergs Vignaferrovia geht auf einen alten Bahnhof des 19. Jahrhunderts zurück, der wenige Meter von den Rebzeilen entfernt liegt.
Poggio alle Nane entsteht in einem Anbaugebiet, das für die Erzeugung von Qualitätsweinen besonders geeignet ist, einer Zone, in der Cabernets wie Carménère sich aufs Beste entfalten.
Pinot Nero findet im Castello della Sala, historisch ein Anbaugebiet von Weißweinen, zu authentischem und typischem Ausdruck, der vom tiefen Charakter des Territoriums erzählt.
Aleatico, eine antike toskanische Rebsorte, die seit der Zeit der Etrusker kultiviert wird, findet in diesem Territorium zu modernem Ausdruck.
Villa del Cigliano, gelegen in der sanften Hügelzone von San Casciano in Val di Pesa (FI), ist seit jeher mit der Familiengeschichte verbunden; hier kamen Generationen von Antinori zur Welt, hier lebten sie seit dem Jahr 1546, als Alessandro di Niccolò Antinori Eigentümer des Gebäudes wurde.
Das Etikett wurde 1974 von Silvio Coppola entworfen, als der Jahrgang 1971 auf den Markt kam. Der Name Coppola fiel im Jahr 1973 bei einem Abendessen im Castello della Sala. Grafiker und Designer, berühmt für seine auf das Wesentliche reduzierten Lampen, die strengen Möbel, aber auch für die Umschlaggestaltung von zahlreichen im Feltrinelli-Verlag erschienenen Büchern, war Coppola der Richtige für diese Arbeit.
Kennzeichnend für das Territorium von Guado al Tasso ist das Amphitheater von Bolgheri, eine von einer Hügelreihe umschlossene Ebene, die sich zum Meer hin öffnet. So entsteht ein ganz besonderes Mikroklima mit starken Tag-Nacht-Temperaturunterschieden. Die Weinberge von Guado al Tasso liegen am Fuß des Amphitheaters, und in der Nacht steigt von den Hügeln kühle Luft herab und erfrischt die Rebzeilen. Diese speziellen klimatischen Bedingungen verleihen den Beeren ausgeprägtes Aroma und sichern ihre perfekte Reife.
Il Cervaro della Sala war einer der ersten italienischen Weißweine mit malolaktischer Gärung und Ausbau in Barriques.
Poggio alle Nane leitet seinen Namen aus der Zone ab, in der die Weinberge liegen: hier, von der Kuppe (poggio) bis zum See, die es auch heute noch gibt, wurden ursprünglich Enten gehalten, die im lokalen Dialekt "nane" hießen.
Der Weinberg Vignaferrovia hat sehr felsige und steinige Böden, die dem Wachstum der Reben natürliche Grenzen setzen und so die Qualität der Trauben erhöhen.
Die 4 ha Rebflächen des Pinot Nero ziehen sich über den Hügel, verteilen sich auf Terrassen und zeichnen kurvenreiche weiche Linien.
“A” steht für die Verbindung der Initiale des Gutes, Fattoria Aldobrandesca, mit der der Rebsorte, Aleatico.
Marchese Piero Antinori, beschloss, das Tignanello-Etikett von seinem Vater Niccolò Antinori unterzeichnen zu lassen als Zeichen des Dankes für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht worden war.
Guado al Tasso zeigt auf der Verschlusskappe das historische Wappen der Familie Antinori.
Cervaro della Sala entstand aus dem Wunsch, einen Weißwein zu schaffen, der für langen Ausbau geeignet ist.
Die besondere südwestliche Exposition der Weinberge ermöglicht den Winden vom Meer, die Sommertemperaturen im Weinberg abzumildern und Hitzespitzen einzuschränken.
Das besondere Klima von Castello della Sala zwang die Agronomen, eine Möglichkeit zu finden, um die Beeren vor der Sommersonne zu schützen. Die Triebe bleiben lang und werden über die Pflanze gebogen, so dass das Laub die Pinot Nero-Trauben beschatten kann.
“A” entsteht, um den markanten Charakter von Aleatico ins Gleichgewicht mit dem einzigartigen vulkanischen Boden zu bringen.
Das historische Wappen der Familie Antinori
Guado al Tasso präsentiert auf dem Etikett das Wappen der Familie Della Gherardesca, der alten Eigentümerin des Gutes, mit ihren Initialen DG.
Im Jahr 1985 produziert Renzo Cotarella, damals Önologe des Castello della Sala, den ersten Jahrgang von Cervaro della Sala.
Es war der Wunsch der Familie Antinori, einem historischen Wein wie dem Brunello di Montalcino eine ganz persönliche und tiefe Interpretation zu geben.
Die “Sonne” von Tignanello stilisiert von Silvio Coppola.