Verkostungsnotizen

Klima

Der Klimaverlauf war geprĂ€gt von einem nicht sehr kalten Herbst und Winter mit wenig NiederschlĂ€gen, was zu einem gegenĂŒber den vorgehenden JahrgĂ€ngen etwas frĂŒheren Austreiben beitrug. Im FrĂŒhling, der Jahreszeit also, in der der Vegetationszyklus einsetzt, entstanden absolut widrige Wetterbedingungen mit starkem Dauerregen, der bis Ende Mai anhielt. Dies fĂŒhrte zu einer Verlangsamung des Wachstums der Pflanzen, ohne jedoch ihre Gesundheit zu beeintrĂ€chtigen. Die Monate Juni und Juli waren im Gegensatz dazu sehr heiß, und erst im August gab es wieder einige RegenfĂ€lle, dank derer die Reben ihren Vegetations- und Reifeprozess regulĂ€r fortsetzen konnten. September und Oktober waren ausgesprochen gĂŒnstig fĂŒr die Lesearbeiten, auch durch die Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, die insbesondere dem Sangiovese optimale Konditionen fĂŒr die QualitĂ€t der Trauben boten. Die Sangiovese-Trauben wurden in der letzten September-Dekade gelesen, die Cabernet-VarietĂ€ten hingegen bis Mitte Oktober. Schon zu Beginn der Vinifizierung zeigten die Moste hoch interessante Geschmacksnoten und Farben, die einen Jahrgang höchster QualitĂ€t ahnen ließen.

Weinbereitung

Die gĂŒnstigen Wetterbedingungen ermöglichten eine gezielte Lese im Solaia-Weinberg je nach dem optimalen Reifegrad der Trauben und der Ausrichtung und KrĂ€ftigkeit der verschiedenen Parzellen. Daher wurde in jeder Parzelle separat gelesen, von Hand in Erntekisten. Nach Anlieferung in der Kellerei wurden die Trauben behutsam entrappt und sorgfĂ€ltig von Hand verlesen, damit nur Rebgut höchster QualitĂ€t in die GĂ€rbehĂ€lter gelangte. WĂ€hrend der ebenfalls separaten Vinifizierung in konischen BehĂ€ltern von 60 hl wurde den GĂ€rungs- und Extraktionsphasen besondere Aufmerksamkeit gewidmet und schonende Remontagen und DĂ©lestagen zur Bewahrung der sortentypischen Aromen und des hohen Gehalts an Farbstoffen der Beeren durchgefĂŒhrt. Dank der besonderen Form der BehĂ€lter konnten sich die eleganten geschmeidigen Tannine aller drei VarietĂ€ten, Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, gut entwickeln. Die GĂ€rungsprozesse erfolgten bei einer Durchschnittstemperatur von 27° C und ohne je eine Höchsttemperatur von 31° C zu ĂŒberschreiten, so dass die in den Beeren sehr prĂ€senten Duftstoffe und die TypizitĂ€t nicht beeintrĂ€chtigt wurden. Die Moste zeigten von Beginn an ein großes Potenzial an Farbausstattung, Struktur und sortentypischem Charakter. Nach der Mazeration, die zwischen drei und vier Wochen dauerte, und dem anschließenden Abstich wurden die Weine in Barriques nicht erster Nutzung gefĂŒllt, dies mit dem Ziel (das auch erreicht wurde), die malolaktische GĂ€rung vor Ende des Jahres abzuschließen. Die verschiedenen Weinpartien wurden etwa 18 Monate separat in neuen FĂ€ssern aus französischer Eiche gereift, und durch regelmĂ€ĂŸige Degustation wurde die Barrique-Verfeinerung beobachtet und optimiert, so dass außer der Struktur auch Eleganz und Weichheit der Tannine akzentuiert wurden. Abschließend erfolgte die Assemblage und die FlaschenabfĂŒllung in der Fattoria und die einjĂ€hrige Verfeinerung in der Flasche, bevor der Wein auf den Markt gebracht wurde.

Geschichte

Solaia ist ein Weinberg bei der Tenuta Tignanello von circa 20 Hektar in SĂŒdwest-Ausrichtung mit Quoten zwischen 350 m und 400 m. Die Böden sind felsig und kalkhaltig mit Alberese-Gestein und Galestro. Die Familie Antinori produzierte diesen Wein erstmals mit dem Jahrgang 1978. Die erste CuvĂ©e setzte sich aus 80% Cabernet Sauvignon und 20% Cabernet Franc zusammen, und dabei blieb es auch im Jahrgang 1979. In den folgenden JahrgĂ€ngen wurde ein Anteil von 20% Sangiovese hinzugefĂŒgt und es wurden Korrekturen am VerhĂ€ltnis von Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc vorgenommen, bis man zur aktuellen Komposition fand. Solaia wird nur in sehr guten JahrgĂ€ngen erzeugt und wurde 1980, 1981, 1983, 1984 und 1992 nicht produziert.

Verkostungsnotizen

Der Wein prĂ€sentiert sich in intensiver Farbe, ein reicher und großer Wein schon auf den ersten Blick. An der Nase dicht, komplex und reich an sortentypischen und fruchtigen DĂŒften, die Noten von Kirsche, Amarelle und reifen roten FrĂŒchten umfassen und in ein Finale von Lakritz, Kaffee und sĂŒĂŸen Röstnoten mĂŒnden. Am Gaumen geschmeidige und gut ausgewogene Tannine. Ein wĂŒrziger und mineralischer, aber weicher Wein, der im Ausklang sĂŒĂŸe Noten von Kakao, Vanille und roten und schwarzen FrĂŒchten entfaltet. Intensiv und anhaltend.

Awards

AWARD "SUPER 3 STELLE" I VINI DI VERONELLI 2012 2012 - Italy AWARD "5 GRAPPOLI" ASSOCIAZIONE ITALIANA SOMMELIER Guida "Duemilavini 2012" 2012 - Italy SCORE: 92/100 ANNUARIO LUCA MARONI 2012 - Italy Score: 92/100 WINE SPECTATOR 2012 - U.S.A. Score: 97/100 WINE ENTHUSIAST 2012 - U.S.A. SCORE 93/100 WINE ADVOCATE 2012 - U.S.A. SCORE 92/100 ANTONIO GALLONI 2012 - U.S.A SCORE: 96/100 James Suckling 2012 - U.S.A. SCORE 92/100 D'Agata & Comparini 2012 - U.S.A. SCORE: 92/100 FALSTAFF 2012 - AUSTRIA

Klima

Der Klimaverlauf war geprĂ€gt von einem nicht sehr kalten Herbst und Winter mit wenig NiederschlĂ€gen, was zu einem gegenĂŒber den vorgehenden JahrgĂ€ngen etwas frĂŒheren Austreiben beitrug. Im FrĂŒhling, der Jahreszeit also, in der der Vegetationszyklus einsetzt, entstanden absolut widrige Wetterbedingungen mit starkem Dauerregen, der bis Ende Mai anhielt. Dies fĂŒhrte zu einer Verlangsamung des Wachstums der Pflanzen, ohne jedoch ihre Gesundheit zu beeintrĂ€chtigen. Die Monate Juni und Juli waren im Gegensatz dazu sehr heiß, und erst im August gab es wieder einige RegenfĂ€lle, dank derer die Reben ihren Vegetations- und Reifeprozess regulĂ€r fortsetzen konnten. September und Oktober waren ausgesprochen gĂŒnstig fĂŒr die Lesearbeiten, auch durch die Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, die insbesondere dem Sangiovese optimale Konditionen fĂŒr die QualitĂ€t der Trauben boten. Die Sangiovese-Trauben wurden in der letzten September-Dekade gelesen, die Cabernet-VarietĂ€ten hingegen bis Mitte Oktober. Schon zu Beginn der Vinifizierung zeigten die Moste hoch interessante Geschmacksnoten und Farben, die einen Jahrgang höchster QualitĂ€t ahnen ließen.

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