2010 kann als ein tendenziell kühler Jahrgang bezeichnet werden, mit einem kalten regnerischen Winter, der von häufigen und starken Temperaturstürzen geprägt war und auf den ein Frühjahr mit sehr instabilen Wetterbedingungen folgte, die bis Ende Juni anhielten. Die üppigen Regenfälle stärkten jedoch die Rebstöcke und förderten die vegetative Entwicklung. Der Monat Juli brachte warme sonnige Tage, die den Farbansatz begünstigten, während die kühleren Augusttage den Reifeprozess verlangsamten und die Traubenlese um etwa zehn Tage verschoben. Die Rückkehr des schönen Wetters im September ermöglichte eine Organisation der Lese unter optimalen Bedingungen, auch dank der umfangreichen Arbeit im Weinberg während der Vegetationsperiode, die insbesondere in schwierigen Jahren wie diesem die Qualität der Produktion und die Ausgewogenheit der Trauben sichert.
Das Rebgut stammt von Weinbergen, die etwa 15 bis 20 Jahre alt sind und in der Umgebung des Castello della Sala in Quoten zwischen 200 und 400 m gelegen sind; die Böden sind pliozänen Ursprungs und reich an Meeresfossilien mit Lehmeinsprengseln. Die nachts gelesenen Trauben wurden in eine gekühlte Förderanlage verbracht, um niedrige Temperaturen während der Arbeiten des Zerdrückens und Entrappens zu gewährleisten. Die Varietäten wurden separat vinifiziert, da sie unterschiedliche Reifezeitpunkte haben und auch jeweils einen anderen Ansatz bei der Vinifizierung benötigen. Die Chardonnay-Moste blieben bei einer Temperatur von etwa 10° C für vier bis sechs Stunden auf den Schalen. Nach dieser Phase wurden die Moste in neue Barriques aus französischer Eiche (Alliers & Tronçais) von 225 l Fassungsvermögen umgefüllt, in denen die etwa 18tägige alkoholische Gärung erfolgte. Die Weine blieben für weitere etwa sechs Monate in Barriques auf den eigenen Hefen und schlossen während dieser Zeit die malolaktische Gärung ab. Danach wurden sie assembliert und in Flaschen abgefüllt, und es folgte eine Verfeinerung in der Flasche von 10 Monaten in den historischen Kellereien von Castello della Sala, bevor der Wein in den Handel kam.
Der Wein von strohgelber Farbe mit einigen noch grünlichen Reflexen entfaltet einen intensiven Duft von weißen Blüten alternierend mit Anklängen an Feuerstein. Am Gaumen mineralisch und salzig in perfektem Zusammenklang mit Toast- und Zitrusnoten. Der Cervaro della Sala 2010 zeichnet sich durch Länge und Mineralität aus und ist für eine hervorragende weitere Entwicklung und Alterung bestimmt.
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Der Name Cervaro geht auf die Adelsfamilie zurück, die im 14. Jahrhundert Besitzerin des Castello della Sala war: die Monaldeschi della Cervara. Chardonnay-Trauben mit einem kleinen Anteil von Grechetto für einen Wein, der für eine langen Verfeinerung konzipiert ist und Eleganz und Komplexität eines einzigartigen Ortes repräsentiert. Der Cervaro della Sala war mit dem ersten Jahrgang 1985 einer der ersten italienischen Weißweine mit malolaktischer Gärung und Ausbau in Barriques.
Der Name ehrt die Monaldeschi della Cervara, eine historische Familie, die im 16. Jahrhundert Eigentümerin des Castello della Sala war.
Il Cervaro della Sala war einer der ersten italienischen Weißweine mit malolaktischer Gärung und Ausbau in Barriques.
Cervaro della Sala entstand aus dem Wunsch, einen Weißwein zu schaffen, der für langen Ausbau geeignet ist.
Im Jahr 1985 produziert Renzo Cotarella, damals Önologe des Castello della Sala, den ersten Jahrgang von Cervaro della Sala.
Der Jahrgang 2024 begann mit einem relativ milden Winter mit normalen Niederschlägen, gefolgt von einem moderat regnerischen Frühjahr, das gute Wasserreserven im Boden sicherte. Die Frühjahrstemperaturen, leicht unterdurchschnittlich, sorgten für ein reguläres Austreiben und ein einheitliches Wachstum der Pflanzen. Blüte und Fruchtansatz von Chardonnay erfolgten gegen Ende Mai, für Grechetto hingegen etwa eine Woche danach, 7 Tage später als sonst. In den Monaten Juli und August begünstigte warmes stabiles Wetter in Verbindung mit signifikanten Tag-Nacht-Temperaturunterschieden eine allmähliche und optimale Reife der Beeren. Die Lese begann in der dritten Augustdekade mit Chardonnay und schloss drei Wochen später gegen Mitte September mit Grechetto. Zum Lesezeitpunkt präsentierten sich die Beeren in exzellentem Gesundheitszustand, perfekt reif, mit guter Ausgewogenheit von Säure und Zucker und mit einem besonders reichen und komplexen aromatischen Profil.
Die Vinifikationskellerei ist so konstruiert, dass die Schwerkraft in vollem Umfang genutzt wird und somit eine Verarbeitung der Beeren und ihre Mazeration ohne mechanische Interventionen durch Pumpen möglich ist. Die Lese erfolgt in den allerersten Morgenstunden, damit die Früchte intakt und noch nicht gestresst von den höheren Tagestemperaturen in der Kellerei ankommen. Die Moste werden nach etwa vierstündiger Schalenmazeration bei 10 °C in kaskadierender Technik in Absetztanks umgefüllt, wo sie sich klären, bevor sie in Barriques travasiert werden. Hier erfolgt dann erst die alkoholische und anschließend eine partielle malolaktische Gärung. Im Februar sind die Chardonnay-Partien bereit für die erneute Umfüllung in Edelstahlbehälter und die Assemblage mit dem separat und "ohne Holz" vinifizierten Grechetto. Danach verfeinert der Cervaro della Sala einige Monate in der Flasche.
Der Name Cervaro geht zurück auf die Adelsfamilie, der das Castello della Sala im 14. Jahrhundert gehörte: die Monaldeschi della Cervara. Die Familie Antinori erwarb den Besitz 1940. Der erste produzierte Jahrgang des Cervaro della Sala war 1985, der 1987 in den Handel kam. Dank seiner konstanten Qualität erhielt dieser Wein zahlreiche Preise und verschiedene wichtige Auszeichnungen.
Cervaro della Sala 2024 präsentiert sich in strohgelber Farbe mit grünlichen Reflexen. An der Nase öffnet er sich mit Zitrusnoten von rosa Pampelmuse, begleitet von Blütennoten von Holunder und Kamille; es folgen delikate Aromen von Vanille und Konditorcreme mit einer typischen Facette von Feuerstein, Erkennungsmerkmal des in Castello della Sala erzeugten Chardonnay. Am Gaumen straff, elegant und geprägt von Noten von getoasteter Mandel, weißem Pfeffer und Ingwer; die schmackhafte Textur ist gut ausbalanciert von Frische. Ein Jahrgang, der sich durch geschmackliche Präzision auszeichnet und Energie und Finesse verbindet, eine weitere Bestätigung des schönen Entwicklungspotentials von Cervaro della Sala.
Castello della Sala liegt in Umbrien nahe der Grenze zur Toskana und etwa 18 km von der alten Stadt Orvieto entfernt. Die Ländereien des Kastells, einer imponierenden Burg aus dem Mittelalter, erstrecken sich über 600 Hektar, davon 229 ha Rebflächen in Quoten von 220 – 470 m in den sanften Hügeln dieser schönen Landschaft. Die Böden sind tendenziell ton- und kalkhaltig und reich an Muschelfossilien, die Weinberge empfangen die Strahlen der aufgehenden Sonne und weisen hervorragende Tag-Nacht-Temperaturunterschiede auf: das Gebiet von Castello della Sala ist ganz besonders für die Erzeugung von Weißweinen geeignet. Aber es gibt auch einen Sonderfall: Pinot Nero findet in diesem Terroir ideale Bedingungen, um sich aufs Beste zu entfalten.
Pliozänen Ursprungs und reich an Meeresfossilien mit Toneinsprengseln.