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Ambasciatori di Badia a Passignano
 
Blick auf die Weinberge der Badia a Passignano
Blick auf die Weinberge um die alte Vallombroser Abtei
Weingut Badia a Passignano
Ubersicht
Ubersicht

Badia a Passignano befindet sich oberhalb von Sambuca Val di Pesa, 3 km von dem Gut Tignanello entfernt. Die dazugehörigen 215 ha Land mit kalkhaltigem Boden (250-300 m. ü.M.) erstrecken sich über eine der schönsten und produktivsten Gegenden des Chianti Classico. Für die Geschichte des Chianti war die Badia von grundlegender Bedeutung: hunderte von Bänden aus dem Staatsarchiv von Florenz berichten von den Weinbergen des Sangiovese und dem Anbau in diesem Gebiet. Eine Bestätigung davon tat sich 1983 auf, als in der Umgebung der Badia di Passignano eine Pflanze der vitis vinifera millenaria gefunden wurde.

Die Weinberge
Die Weinberge

Momentan sind 50 ha mit Sangiovese bepflanzt (hierfür wurden die besten Sangiovese-Klonen ausgewählt, welche sehr alten Weinbergen von Tignanello entstammen. Angepflanzt sind sie in einer Dichte von 5.000-7.000 Reben pro Hektar, die im Kordon Verfahren wachsen) und ein kleiner Teil mit Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Badia a Passignano baut auf 19 ha auch Oliven der Sorten Frantoio, Leccino und Moraiolo an.

Die Weine
Die Weine

Auf dem Gut wird der Badia a Passignano Riserva Chianti Classico produziert.

Geschichte
Geschichte

Antinori hat die Weinberge um die Badia 1987 gekauft. Die Abtei, Wohnsitz des Gründers des Vallombroser-Ordens, gehört den Mönchen; Antinori hingegen kann die herrlichen Keller nutzen.


Über das Gründungsjahr der Abtei streiten sich die Geister: Pietro Aretino schreibt in seiner Biographie des Hl. Zanobi, dass der Erzbischof von Florenz das Kloster 395 gegründet hatte, auch wenn in den Klosterarchiven von 891 die Rede ist. Im Jahre 1049 ging die Abtei in die Hände des Vallombroser-Ordens, ein reformierter Zweig der Benediktiner, der sich auf Wein- und Forstbau spezialisiert hatte. Gegründet wurde er von dem Hl. Giovanni Gualberto, dessen Reliquien nach seinem Tod 1073 in der Abtei aufbewahrt wurden. Seitdem findet man den Hirtenstab, das Symbol des Ordens, überall in der Abtei. Mit der Zeit wurde der Orden so mächtig, dass ihm bald ein Viertel der Toskana gehörte. Zwischen 1196 und 1255 wurde die Abtei heftigst bekämpft, und schließlich von den Florentinern in Brand gesetzt und dem Boden gleich gemacht. 1266 begann unter Ruggero Buondelmonti der Wiederaufbau; weitere Ergänzungen wurden im 15.Jhdrt. vorgenommen, als Ghirlandaio das Refektorium der Mönche mit einer seiner drei Darstellungen des Abendmahls ausschmückte.


Nach dem Konzil von Trento 1545 wurde die Badia zu einem bedeutenden Zentrum theologischer, literarischer und wissenschaftlicher Studien. Sie beherbergte ca. 100 Mönche und 6.000 Schriften, von denen viele in hebräisch oder griechisch abgefasst waren. In der Chronik der Abtei heißt es, dass Galileo Galilei hier weilte und 1587-1588 in dem Kloster Mathematik unterrichtete. Der Orden und das Kloster sind besonders bekannt dafür, dass sie während des Mittelalters eine große Bibliothek mit unzähligen klassischen Bänden und Musikschriften erhalten haben. Auch die wissenschaftlichen Studien haben sie vorangetrieben und in weiten Teilen des Landes den Weinbau eingeführt und neu bewaldet. Leider wurde 1810 unter Napoleon das Klosterleben vorübergehend aufgehoben und viele seiner Schätze gingen dabei verloren. 1818 kehrten die Vallombroser-Mönche wieder in die Abtei zurück und blieben dort aber nur bis 1866, da in Folge der Vereinigung Italiens die italienische Regierung das Kloster enteignete; zu der Zeit gehörten zu dem Kloster 1.264 ha Land und 39 Gutshöfe. Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Aspekt des Klosters auf Grund zahlreicher Restaurierungsarbeiten; dazu gehören ein barockes Dach aus dem 17.Jhdrt. und ein Befestigungsturm aus dem 19.Jhdrt.

Besichtigungen
Besichtigungen

Obgleich das Gut normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, kann man in jedem Fall die Weinberge und die wunderschöne Landschaft um die Abtei geniessen.


In einem Gebäude aus dem 18.Jhdrt. ganz in der Nähe des Eingangs der Abtei hat Allegra Antinori 1995 eine kleine Enoteca eröffnet. In dieser so genannten "La Bottega" kann man alle Weine von Antinori bekommen. Im Jahr 2000 kam zu der Enoteca noch ein Restaurant, die Osteria di Passignano, hinzu. "La Bottega" und die "Osteria" sind täglich von 10.00 bis 23.30 Uhr geöffnet; sonntags ist die "Sala del Torchio" für Weinproben und die "Bottega" von 10.30-18.30 geöffnet (Tel. und Fax 055/8071278).